Das Château de Compiègne war eine der königlichen Residenzen – erbaut für Louis XV. und restauriert von Napoleon. Es war neben Versailles und Fontainebleau einer von drei Sitzen der königliche Regierung.

Das Château de Compiègne war die bevorzugte Sommerresidenz für Frankreichs Monarchen, die den nahe liegenden Wald für die Jagd nutzten. Louis XIV. hielt sich mehr 75 Mal im Château auf, und Louis XV. war sogar noch mehr davon angetan.

Der Comte de Chevergny beschrieb seine Vernarrtheit: „Jagen war seine hauptsächliche Leidenschaft... und Compiègne mit seinem riesigen Wald, den endlosen Wegen zwischen den Bäumen, mit den Strecken, die man den ganzen Tag reiten konnte und nie zu einem Ende zu kommen schien, war der ideale Ort, um dieser Leidenschaft zu huldigen.“

Im Jahr 1750 schlug der Architekt Ange-Jacques Gabriel eine gründliche Überholung des Schlosses vor. Die Arbeiten begannen 1751 und wurden 1788 von Gabriels Schüler Le Dreux de La Châtre beendet. Sein Stil ist neoklassizistisch und ist bemerkenswert wegen der wunderbaren Eleganz und der Einfachheit des Designs.

Während der französischen Revolution ging das Château de Compiègne in die Zuständigkeit des Innenministers über. 1795 wurde das gesamte Mobiliar verkauft, und die Kunstwerke wurden an das Muséum Central übergeben. Napoleon besuchte das Schloss 1799 und erneut 1803. Im Jahr 1804 wurde das Schloss zur kaiserlichen Residenz, und 1807 ordnete Napoleon seine Wiederherstellung als Wohnsitz an.

Die größten Architekten und Innenausstatter jener Zeit überachten die Umgestaltung. Der Grundriss wurde geändert, ein Ballsaal angebaut, und der Garten wurde neu bepflanzt und direkt mit dem Wald verbunden.

Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Beispiel des ersten Empirestils (1808-1810), obwohl einige Spuren der früheren Ausstattung erhalten blieben. Auguste Luchet bemerkte, dass „Compiègne Napoleon widerspiegelt so wie Versailles Louis XIV.“

Die heutigen Besucher finden drei verschiedene Museen innerhalb des Schlosses vor: die Wohnräume als solches, das Museum des zweiten Kaiserreichs und das Nationale Automobilmuseum, welches eine schöne Sammlung an Kutschen, Zweirädern und Automobilen enthält. Alle drei Museen sind einen Besuch wert und kosten mit dem Paris-Pass keinen Eintritt.

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